Zur Motivation
«Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?» Diese unergründliche Frage begegnet uns in allen Kulturen und Religionen. Und die Antwort lautet für alle gleich. Wir kennen die Antwort nicht. Aber die Geschichte der eigenen Familie kennen zu wollen ist wahrscheinlich eine logische Konsequenz der eigenen Existenz und vielleicht auch derer, die noch kommen werden. Die Motivation liegt in der Suche nach der Identität und dem eigenen Standpunkt innerhalb der eigenen Familie und der Gesellschaft.
Wir leben in einer Kultur, in der die Mehrheit der Personen keine Kenntnisse mehr über die Herkunft und Geschichte der eigenen Vorfahren hat. Daher ist die Ahnen- und Familienforschung (Genealogie) aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken.
Diente sie im Spätmittelalter vor allem dem Adel und der Aristokratie zum Nachweis der Abstammungsverhältnisse, wurde sie aufgrund der sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen ab dem 16. Jahrhundert auch Sache der neuen städtischen und ländlichen Oberschichten. Zu diesen gehörten zunehmend auch Familien bürgerlicher, handwerklicher und bäuerlicher Herkunft.
Ab dem 19 Jahrhundert wurde die Ahnen- und Familienforschung dann eine Hilfswissenschaft, die eng mit der Wappenkunde (Heraldik) verbunden war. In dieser Zeit entstanden auch die ersten Gesellschaften, welche genealogische Zielsetzungen verfolgten und entsprechende Publikationsreihen editierten.
Als Einstieg oder als Ergänzung zur klassischen Ahnen- und Familienforschung gilt seit 1999 die «DNA-Genealogie». Sie nutzt DNA-Analysen des menschlichen Erbguts (Genoms), um den Grad der Verwandschaft zwischen Personen oder deren Abstammung nachweisen oder zumindest einschätzen zu können.
Warum aber eine genealogische Studie über die Familie Lardori?

