Verbreitung
Die Familie Lardori verlagerten ab dem 16. Jahrhundert den Hauptwohnsitz vom Ortsteil Barbischio in Gaiole in Chianti nach Castellina in Chianti, in die Ortsteile Fonterutoli und Malafrasca. Die Gemeinde Castellina in Chianti ist einer der wichtigsten Zentren des senesischen Chianti. Historisch und ökonomisch verbunden ist sie mit den benachbarten Gemeinden Gaiole in Chianti und Radda in Chianti. Diese Ortschaft hat etruskischen Ursprung, erlangte ihre strategisch militärische Bedeutung aber im Hochmittelalter als Teil der «Lega del Chianti». Durch ihre Lage im Grenzgebiet zur Republik Siena wurde Castellina in Chianti im 14./15. Jahrhundert immer wieder von den Truppen der Republik Siena heimgesucht. Daher musste Castellina in Chianti immer wieder aufgebaut und auch verstärkt werden. Die Befestigungsarbeiten wurden durch berühmte Architekten ausgeführt, unter anderem durch Filippo Brunelleschi (1377-1446). Im 16. Jahrhundert verlor Castellina in Chianti seine strategisch-militärische Bedeutung, als Siena im Jahr 1557 unter Cosimo I. de Medici (1519-1574) Teil des Grossherzogtums Toskana wurde.
Gemälde Cosimo I. de Medici
Agnolo Bronzino, 1503-1572
Landkarte Grossherzogtum Toskana (16. Jh.)
Universität von Texas und Austin
Im Jahr 1865 wurde Castellina in Chianti eine selbstständige Gemeinde mit den Ortsteilen Fonterutoli, Liliano, Piazza, Rencine, San Leonino, San Quirico und Sant’Agnese. Ab dem 20. Jahrhundert verbreitete sich die Familie Lardori auch in anderen Regionen Italiens und es erfolgten Auswanderungen u. a. in die USA und, ab dem Jahr 1956, auch in die Schweiz. Die Familie Lardori ist auch heute noch hauptsächlich in Italien verbreitet, nach wie vor in der Toskana, gefolgt von der Basilikata, dem Piemont, Ligurien und Latium. Ebenfalls bestehen u. a. Familienhaushalte in den USA und der Schweiz.

