Sozialer Status


Die Familie Lardori war weit verzweigt und verfügte, vor allem in den Ortschaften des Chianti-Gebietes, über umfangreichen Landbesitz und Immobilien. Einige ihrer Mitglieder führten bis ins 17. Jahrhundert den Titel «Mastro» oder «Donna», was auf eine höhere gesellschaftliche Stellung schliessen lässt. Oder sie gehörten dem Klerus der römisch-katholischen Kirche an. Auch zählten einige Mitglieder dieser weitverzweigten Familie zum Adel von Siena. Die meisten Mitglieder der Familie Lardori waren aber vor allem in handwerklichen und unternehmerischen Bereichen tätig. Im handwerklichen Bereich insbesondere als Schmiede (fabbri), aber auch als Maurer (muratori), Müller (farinaii) oder als Konstrukteure. Im unternehmerischen Bereich vor allem als Kurzwarenhändler (merciaii), Kaffeehändler (caffettieri), Bauunternehmer (appaltatori) oder im Bereich des Seehandels. Einige führten auch akademische Berufe aus, z. B. als Ärzte (medici chirughi). Die Mitglieder der Familie Lardori im Chiantigebiet waren seit dem 17. Jahrhundert jedoch ununterbrochen als Eisenhandwerker, (Schmiede) tätig, deren Wertarbeit von vielen Adelsfamilien und religiösen Gemeinschaften geschätzt wurde. Auch heute noch steht im Ortsteil Malafrasca von Castellina in Chianti ein grosses Anwesen, welches um das Jahr 1693 von den Brüdern Mastro Cosimo Lardori (1628-1705) und Mastro Domenico Lardori (1642-1708) erbaut worden war und die Bezeichnung «La Casa del Fabbro» trug. Einige Familienmitglieder im Chiantigebiet führen den Beruf des Eisenhandwerks bis heute aus.

Luftansicht Casa del Fabbro.png
Luftansicht Casa del Fabbro
Via IV Novembre 32-54 in Castellina in Chianti
Fotografie Casa del Fabbro.png
Fotografie Casa del Fabbro
Via IV Novembre 32-54 in Castellina in Chianti