Herkunft


Die beiden Familienhaushalte (Sippen) gehörten zum Popolo di San Jacopo e Filippo a Barbischio. Der Ortsteil Barbischio gehört zur Gemeinde von Gaiole in Chianti und liegt im toskanischen Chianti-Gebiet (Chianti Senese) Italiens.

Geografische Lage der Region Toskana.png
Geografische Lage der Region Toskana
Geografische Lage der Provinz Siena.png
Geografische Lage der Provinz Siena

Die Ortschaft Gaiole in Chianti war im Mittelalter der Hauptort eines «Terziere» der «Lega del Chianti». Diese militärpolitische Organisation hatte die Aufgabe, das Chianti-Gebiet zu verwalten und seine Südgrenze zu verteidigen. Sie war im Jahr 1384 auf Initiative der Republik Florenz hin entstanden und zu ihr gehörten die drei Kleinstädte Castellina in Chianti, Gaiole in Chianti und Radda in Chianti. 

Geografische Lage Gemeinde Castellina in Chianti.png
Geografische Lage
Gemeinde Castellina in Chianti
Geografische Lage Gemeinde Gaiole in Chianti.png
Geografische Lage
Gemeinde Gaiole in Chianti
Geografische Lage Gemeinde Radda in Chianti.png
Geografische Lage
Gemeinde Radda in Chianti
Der Ortsteil Barbischio selbst ist seit dem Jahr 1086 aktenkundig und wird von einer Burg überragt. Im Jahr 1220 wurde die Burg und ihre Umgebung durch Kaiser Friedrich II (1194-1250) den Grafen Guidi di Battifolle zum Lehen gegeben. Zusammen mit den Ortschaften Montegrossi, Vertine und Meleto war die Burg von Barbischio Teil der florentinischen Verteidigung zu den Territorien der Republik Siena. Die Ortschaften waren alle auf Sicht miteinander verbunden und ihre Aufgabe bestand in erster Linie darin, die Überwachung des Geländes sicherzustellen, was dank des hohen Burgturmes von Barbischio sehr gut möglich war. Im Jahre 1230 führte ein Einfall der Truppen der Republik Siena dazu, dass die Befestigung von Barbischio stark beschädigt wurde. Später ging Sie in den Besitz der mächtigen Familie Ricasoli über. Das letzte historische Ereignis war die militärische Besetzung der Burg durch die aragonischen Truppen von Neapel im Jahr 1478 unter dem Kommando des Herzogs Alfons von Kalabrien (1448-1495). Nach dem Krieg wurde die Festung verlassen und zerfiel.